Wenn man nachdenkt, stellt man fest, dass heutzutage der Tauschwert als viel wichtiger betrachtet wird, als der Gebrauchswert. Liegt wohl in der Natur des Kapitalismus ;).
Für mich ist Internet sehr wichtig. Der Gebrauchswert ist extrem hoch. Ich kann dort jederzeit fast alle Informationen finden, die ich brauche, ich kann mit Menschen weltweit kommunizieren, ich brauch euch nicht zu erzählen, wie toll das Internet ist, das wisst ihr ja selbst. Der Tauschwert ist aber prinzipiell recht niedrig. Ich frage mich, wie viel ich für Internet bezahlen würde, was das Maximum wäre. In einem Forum habe ich die Frage auch andersherum formuliert gesehen: Ab wie vielen Millionen würdet ihr auf das Internet verzichten? Wie schauts aus? Reicht da eine Million bereits aus? Wenn ich darüber nachdenke, fällt es mir schwer vorzustellen, wie Menschen vor gar nicht so langer Zeit kein Internet hatten und auch keine Computer...über diese Frage mussten sie nicht philosophieren.
Welche Beziehung habt ihr zu Gegenständen? Basiert sie auf dem Tauschwert oder auf dem Gebrauchswert? Ich glaube die wichtigsten Dinge, die ich besitze, haben fast keinen Tauschwert, niemand würde mir Gedichte und Texte abkaufen, mein lieber schrottiger Laptop ist nicht viel Wert. Als ich in die USA zurückgereist bin hatte ich nur meinen schönen Backpack dabei. Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass man einen Überblick über das hat, was man besitzt. Das macht frei, man bindet keine Energie daran, muss seine Sachen nicht organisieren und einen Platz dafür finden, und kann so mehr Zeit mit den wichtigen Dingen verbringen. Ich kann auch nicht zehn Hobbies nachgehen oder vier Berufe gleichzeitig ausüben. Konzentration auf das, was man hat und vor allem auf das, was man ohne die Dinge ist.
Ja, ich kann mich auch noch an ein Leben ohne Internet erinnern. Insofern wäre ich durchaus auch bereit das gegen eine Million einzutauschen - und jetzt komm mir nicht mit den materiellen Sachen. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich mir ein Leben ohne Internet vorstellen kann. Bestimmt sehr relaxt, wenngleich man sich damit in der heutigen Zeit wohl zu einem ziemlichen Außenseiter machen würde.
AntwortenLöschenIch möchte übrigens noch zwischen Gebrauchswert und ideellem Wert differenzieren. Ist für mich nicht das Selbe.
Ach und noch eine Sache zum Gebrauchswert: ich fand den Blog viel schöner, als der Hintergrund nicht so öde weiß war!
Macht man sich so zum Außenseiter ohne I-Net? Ich würde ja gerne ein Experiment durchführen: x Tage ohne Internet...das längste in den letzten Jahren war sicher der Trip zu den Everglades...ich glaube so an die 10 Tage, wenn ich mich nicht irre. Vermisst habe ich es nicht, es gab reichlich zu tun, wie Natur genießen und auf der faulen Haut liegen, dafür brauche ich kein Internet. Aber auf Dauer wird es schwer, denn der Wissensdurst will doch gestillt werden...man bräuchte also eine sehr gute Bibliothek, wo es alles gibt. Unmöglich :(.
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Echt? Aber dies Lesbarkeit ist doch deutlich gestiegen :). Usability.
Ich glaube Gebrauchswert und ideeller Wert sind unterschiedlich, aber man könnte sie auch zusammenfassen. In dem Sinne, dass ich eine emotionale Bindung zu einem Gegenstand habe (z.B. ein eigentlich wertloses Schmuckstück von einer geliebten Person), habe ich ja auch einen Gebrauchswert...wenn ich es mir anschaue, dann löst es Freude aus, ich denke an die Person, usw.. Das lässt sich materiell nicht beziffern, wäre so mit ein ideeller Wert.
Die Usability ist mir egal. Es sieht so kalt aus, blendet meine zarten Äugilein und bisher konnte ich es auch immer gut lesen. Also: Für ein schönes Hintergrundbild! :)
AntwortenLöschenund was den Gebrauchswert und den ideelen Wert betrifft: Für viele Gegenstände mag das mit der emotionalen Bindung ja durchaus zutreffen, aber nicht für alle. Ein Löffel hat für mich einen hohen Gebrauchswert, wenn ich eine Suppe essen möchte. Meine emotionale Bindung zu diesem Besteckstück ist allerdings eher gering. ;)
Bisher bist du die einzige Stimme, die sich ein schönes Hintergrundbild wünscht ;) ... jetzt mag man rätseln, ob du der einzige Leser bist :)
AntwortenLöschenWie meintest du das denn dann mit dem ideelen Wert und dem Gebrauchswert? Im übrigen kann man doch auch zu einem Löffel eine emotionale Bindung aufbauen, er muss dann halt nur etwas ganz besonderes sein. Der Lieblingslöffel aus der Kindheit oder ein geerbtes Exemplar mit History. Aber hey, du hast den Kern erfasst: emotionale Bindung zu Materiellem ist doof ;).
Also lass mich noch mal kurz zusammenfassen:
AntwortenLöschen100% der abgegenen Meinungen sprechen FÜR ein Hintergrundbild.
0% dagegen.
Ich finde, das ist ein eindeutiges Votum. Wenn du nen t-test rechnest, wird der zw. pro und contra bestimmt auch signifikant. ;)
Wieso ist emotionale Bindung zu Materiellem doof? Wenn mich ein bestimmter Gegenstand an eine mir nahestehende, aber leider verstorbene Person erinnert, warum soll ich dann nicht den Gegenstand als Andenken wahren?