Wäre es nicht wundervoll jeden Tag den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang zu beobachten? Magische Momente, wenn die Vögel anfangen zu zwitschern bzw. friedliche Stille einkehrt.
Sonntag, 31. Juli 2011
Magische Momente
In mein Buch vertieft, sitze ich im Zug. Als wir über eine Brücke fahren, merke ich, dass die Sonne schon untergeht und wunderschöne rot leuchtende Wolken über der Landschaft schweben. Meine Augen wollen nirgends anders hinschauen. Die Zeit bleibt plötzlich stehen, tief durchatmen, den Moment genießen. Angekommen, steige ich aus und der Sonnenuntergang steht direkt vor mir. Ich frage den Sonnenuntergang erstaunt, was er hier treibt, ausgerechnet hier, hier warst du doch noch nie, und nie so schön. Bleib genau so wie du bist, nicht bewegen...
Wäre es nicht wundervoll jeden Tag den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang zu beobachten? Magische Momente, wenn die Vögel anfangen zu zwitschern bzw. friedliche Stille einkehrt.
Wäre es nicht wundervoll jeden Tag den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang zu beobachten? Magische Momente, wenn die Vögel anfangen zu zwitschern bzw. friedliche Stille einkehrt.
Samstag, 30. Juli 2011
Profitmaximierung ist nicht alles
Die Möglichkeiten, die wir aufgrund unseres Wirtschaftsystems heute haben sind wirklich immens. Wir können uns überall, fast alles kaufen, was wir wollen. Wir haben eine recht große Auswahl. Diese Freiheiten sind Privileg. Ich frage mich jedoch, welchen Preis wir wirklich dafür zahlen. Das gesellschaftliche Denken und auch das individuelle Denken baut meiner Meinung nach mittlerweile zu exklusiv auf den Proftigedanken auf. Die Frage, die sich jeder stellt: durch welche Handlungen kann ich den Profit maximieren? Das ist zwar durchaus rational und ergibt auch aus einer Perspektive Sinn: je mehr Profit ich mache, desto mehr Geld habe ich. Der Gedanke kann fortgeführt werden: je mehr Geld ich habe, desto weniger muss ich arbeiten, oder ich habe irgendwann so viele, dass ich nie wieder arbeiten gehen muss. Das letzte ist übrigens ein Ziel, welches viele Menschen anstreben und daran zugrunde gehen.
Die Profitmaximierung führt zu Geiz, Neid und einer Fixierung auf Materielles. Großzügigkeit sieht man bei solchen Personen eher selten. Menschen werden Mittel zum Zweck. Wer Kant kennt, weiss sicher, dass dies gegen das Prinzip der Menschenwürde verstößt. Meine Frage ist: wo bleibt der Mensch und das Menschliche? Was ich will, ist neben dem Faktor “Profit” gleichwertig andere Faktoren zu berücksichtigen. Ein kleinerer Profit, der mit meinen Werten übereinstimmt, ist im Endeffekt ein größerer Profit. Ein Job, bei dem ich weniger verdiene, der mir aber mehr Spaß macht, ist ein größerer Profit. Ein Land, dass seine politischen Entscheidungen nach einer Art hedonistischem Kalkül trifft, hat glücklichere Bürger. Ich stelle wieder die Frage: was ist denn überhaupt die Motivation? Geld alleine kann es nicht sein. Wieso treffen wir dann viele Entscheidungen nur nach diesem Kriterium? Vom Individuum hin zu großen Konzernen, bewusst oder unbewusst. Jeder kann hier sicher aus Erfahrung sprechen.
Gleichzeitig finde ich es immer wieder bewundernswert, wenn Menschen auch andere Faktoren oder sogar ausschließlich andere Faktoren berücksichtigen. Menschen, die menschlich geblieben sind und den Menschen in den Mittelpunkt stellen.
Wenn meine Motivation ist ein gutes, sinnvolles und glückliches Leben zu führen, muss ich das in meine Entscheidungen einfließen lassen. Wieso strebt die Politik und die Gesellschaft solche Ziele nicht an? Maximum an Geld führt nicht zu Maximum an Glück. Das ist mittlerweile ein simpler Fakt. Kasser (2002) zeigt das sehr schön und deutlich in seiner Zusammenfassung “The high price of materialism”. Viele Studien von unabhängigen Forschergruppen, international, interkulturell zeigen immer wieder den gleichen Zusammenhang: Geld macht nicht glücklich, Menschen die danach streben haben mehr psychische Probleme, mehr physische Probleme, sind unzufriedener. Versteht mich nicht falsch, ein gewisser Grundbedarf muss erfüllt sein, der Mensch braucht Sicherheit, er muss wissen, dass er auch morgen etwas zu essen hat, ein Dach über dem Kopf, Kleidung. Materielle Bedürfnisse sind natürlich, aber die Grenze ist schnell erreicht. Nach dieser Grenze ist der Wunsch nach materiellen Dingen immer noch da, aber es ist kein Bedürfnis mehr. “Mama, aber ich brauche dieses Spielzeug wirklich!” - Bedürfnis oder Wunsch?
Zusammenfassend: der Profitgedanke ist nicht grundsätzlich schlecht, aber wir sollten es nicht übertreiben und die Menschlichkeit nicht verlieren. Unternehmen sollten ihre Entscheidungen nicht nur nach der Maximierung des Profits ausrichten. Der Mensch hat von Natur aus materielle Grundbedürfnisse, diese sollten wir aber nicht mit Wünschen verwechseln.
Quellen:
Kasser, T. (2002). The high price of materialism. MIT Press.
Die Profitmaximierung führt zu Geiz, Neid und einer Fixierung auf Materielles. Großzügigkeit sieht man bei solchen Personen eher selten. Menschen werden Mittel zum Zweck. Wer Kant kennt, weiss sicher, dass dies gegen das Prinzip der Menschenwürde verstößt. Meine Frage ist: wo bleibt der Mensch und das Menschliche? Was ich will, ist neben dem Faktor “Profit” gleichwertig andere Faktoren zu berücksichtigen. Ein kleinerer Profit, der mit meinen Werten übereinstimmt, ist im Endeffekt ein größerer Profit. Ein Job, bei dem ich weniger verdiene, der mir aber mehr Spaß macht, ist ein größerer Profit. Ein Land, dass seine politischen Entscheidungen nach einer Art hedonistischem Kalkül trifft, hat glücklichere Bürger. Ich stelle wieder die Frage: was ist denn überhaupt die Motivation? Geld alleine kann es nicht sein. Wieso treffen wir dann viele Entscheidungen nur nach diesem Kriterium? Vom Individuum hin zu großen Konzernen, bewusst oder unbewusst. Jeder kann hier sicher aus Erfahrung sprechen.
Gleichzeitig finde ich es immer wieder bewundernswert, wenn Menschen auch andere Faktoren oder sogar ausschließlich andere Faktoren berücksichtigen. Menschen, die menschlich geblieben sind und den Menschen in den Mittelpunkt stellen.
Wenn meine Motivation ist ein gutes, sinnvolles und glückliches Leben zu führen, muss ich das in meine Entscheidungen einfließen lassen. Wieso strebt die Politik und die Gesellschaft solche Ziele nicht an? Maximum an Geld führt nicht zu Maximum an Glück. Das ist mittlerweile ein simpler Fakt. Kasser (2002) zeigt das sehr schön und deutlich in seiner Zusammenfassung “The high price of materialism”. Viele Studien von unabhängigen Forschergruppen, international, interkulturell zeigen immer wieder den gleichen Zusammenhang: Geld macht nicht glücklich, Menschen die danach streben haben mehr psychische Probleme, mehr physische Probleme, sind unzufriedener. Versteht mich nicht falsch, ein gewisser Grundbedarf muss erfüllt sein, der Mensch braucht Sicherheit, er muss wissen, dass er auch morgen etwas zu essen hat, ein Dach über dem Kopf, Kleidung. Materielle Bedürfnisse sind natürlich, aber die Grenze ist schnell erreicht. Nach dieser Grenze ist der Wunsch nach materiellen Dingen immer noch da, aber es ist kein Bedürfnis mehr. “Mama, aber ich brauche dieses Spielzeug wirklich!” - Bedürfnis oder Wunsch?
Zusammenfassend: der Profitgedanke ist nicht grundsätzlich schlecht, aber wir sollten es nicht übertreiben und die Menschlichkeit nicht verlieren. Unternehmen sollten ihre Entscheidungen nicht nur nach der Maximierung des Profits ausrichten. Der Mensch hat von Natur aus materielle Grundbedürfnisse, diese sollten wir aber nicht mit Wünschen verwechseln.
Quellen:
Kasser, T. (2002). The high price of materialism. MIT Press.
Mittwoch, 27. Juli 2011
Handlungen sind wichtiger als jedes Wort
Alles ist damit schon gesagt. Ich gehe raus in die Sonne und lese ein Buch ;). Nun gut ein zwei Sätze will ich euch noch geben. Wir können über Umweltschutz reden, wir können für Tierrechte argumentieren, wir können darüber schreiben, dass Geld nicht alles auf der Welt ist, unserem Partner tolle Dinge erzählen, interessante Vorträge und politische Reden halten...das alles ist rein gar NICHTS Wert, wenn wir NUR reden.
Wie kann ich eine Person am besten Einschätzen? Sollte ich darauf achten, was sie sagt, oder was sie tut? Wenn die Handlungen nicht übereinstimmen mit dem, was die Person sagt, worauf verlasst ihr euch, was hat größeres Gewicht? Psychologisch ausgedrückt: konzentrieren wir uns mal auf die Verhaltensdaten, oder lassen wir Forrest sprechen: dumm ist der, der Dummes tut!
Mittwoch, 20. Juli 2011
Gebrauchswert versus Tauschwert
Ein Gegenstand hat einen Gebrauchswert, also einen Nutzen, zum Beispiel ist ein Tisch ziemlich praktisch um darauf zu essen, zu arbeiten oder für die etwas kreativeren auch diverse andere Tätigkeiten darauf auszuüben. Gleichzeitig hat dieser Tisch aber auch einen Tauschwert, einen Preis, man könnte den Tisch bei Ebay verkaufen, bekommt dafür Geld und kann sich dafür was anderes kaufen (etwas weicheres würd ich vorschlagen).
Wenn man nachdenkt, stellt man fest, dass heutzutage der Tauschwert als viel wichtiger betrachtet wird, als der Gebrauchswert. Liegt wohl in der Natur des Kapitalismus ;).
Für mich ist Internet sehr wichtig. Der Gebrauchswert ist extrem hoch. Ich kann dort jederzeit fast alle Informationen finden, die ich brauche, ich kann mit Menschen weltweit kommunizieren, ich brauch euch nicht zu erzählen, wie toll das Internet ist, das wisst ihr ja selbst. Der Tauschwert ist aber prinzipiell recht niedrig. Ich frage mich, wie viel ich für Internet bezahlen würde, was das Maximum wäre. In einem Forum habe ich die Frage auch andersherum formuliert gesehen: Ab wie vielen Millionen würdet ihr auf das Internet verzichten? Wie schauts aus? Reicht da eine Million bereits aus? Wenn ich darüber nachdenke, fällt es mir schwer vorzustellen, wie Menschen vor gar nicht so langer Zeit kein Internet hatten und auch keine Computer...über diese Frage mussten sie nicht philosophieren.
Welche Beziehung habt ihr zu Gegenständen? Basiert sie auf dem Tauschwert oder auf dem Gebrauchswert? Ich glaube die wichtigsten Dinge, die ich besitze, haben fast keinen Tauschwert, niemand würde mir Gedichte und Texte abkaufen, mein lieber schrottiger Laptop ist nicht viel Wert. Als ich in die USA zurückgereist bin hatte ich nur meinen schönen Backpack dabei. Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass man einen Überblick über das hat, was man besitzt. Das macht frei, man bindet keine Energie daran, muss seine Sachen nicht organisieren und einen Platz dafür finden, und kann so mehr Zeit mit den wichtigen Dingen verbringen. Ich kann auch nicht zehn Hobbies nachgehen oder vier Berufe gleichzeitig ausüben. Konzentration auf das, was man hat und vor allem auf das, was man ohne die Dinge ist.
Sonntag, 17. Juli 2011
Ein Kulturtipp und gute Gespräche
Zunächst ein Kulturtipp: wer es nicht weit nach DD hat oder sowieso grade mal dort ist, sollte sich 1756 Dresden anschauen. Assisi Panometer (vllt. kennt schon jemand das aus Leipzig mit dem Thema Amazonas). Ich wusste gar nicht, was mich da erwartet, war dann aber sofort fasziniert. Es ist wunderschön, inspirierend. Lasst euch ein bisschen die Seele massieren und haltet Ausschau nach den Details!
Letzte Woche habe ich selber viel nachgedacht über die Motivation im Leben, nach meinem Eintrag, musste ich mir gestehen, dass ich doch auch nur eine vage Vorstellung davon habe. So viele schöne Dinge kann man nicht erzwingen, sie passieren einfach so, unerwartet. Ich erinnere mich noch an eine Ethikstunde aus der Schule. Die Frage war: "Was ist Glück für euch?"...wir mussten den Begriff auf einen Zettel schreiben und ihn dann an die Tafel hängen. Ich dachte kurz nach und mir fiel spontan ein..."ein gutes Gespräch". Danach war ich so hungrig, doch ein gutes Gespräch kann man nicht erzwingen. Ein gutes Gespräch setzt voraus, dass ich mich für die andere Person und das Thema wirklich interessiere und es nicht nur spiele. Im Grunde genommen eine sehr einfache Sache, sobald ich ein Minimum an Sympathie für die Person empfinde, das sollte bei vielen Fremden der Fall sein. Der Rest ist an sich nur menschlich, es steckt ja in uns neugierig zu sein und die Welt verstehen zu wollen. An den vielen guten Gesprächen fasziniert mich immer wieder, was für kluge Gedankengänge Menschen haben können, wie plötzlich leidenschaftlich argumentiert wird und dadurch etwas einzigartiges und vollkommen Neues entsteht. Eine Idee wird in dir geboren. Das ist pure Aktivität, kein Schein wie bei so vielen anderen Gesprächen oder Tätigkeiten. Man fühlt sich so lebendig und glücklich. Bei einem guten Buch ist es ähnlich, nur wird einem eine Geschichte erzählt, es ist ein Monolog. Doch bei näherer Betrachtung sollte klar sein, dass auch eine Art Dialog ensteht, da man sich interaktiv mit dem Thema auseinandersetzt, Argumente hinterfragt, selber denkt.
Was wäre ein Leben ohne gute Gespräche?
Letzte Woche habe ich selber viel nachgedacht über die Motivation im Leben, nach meinem Eintrag, musste ich mir gestehen, dass ich doch auch nur eine vage Vorstellung davon habe. So viele schöne Dinge kann man nicht erzwingen, sie passieren einfach so, unerwartet. Ich erinnere mich noch an eine Ethikstunde aus der Schule. Die Frage war: "Was ist Glück für euch?"...wir mussten den Begriff auf einen Zettel schreiben und ihn dann an die Tafel hängen. Ich dachte kurz nach und mir fiel spontan ein..."ein gutes Gespräch". Danach war ich so hungrig, doch ein gutes Gespräch kann man nicht erzwingen. Ein gutes Gespräch setzt voraus, dass ich mich für die andere Person und das Thema wirklich interessiere und es nicht nur spiele. Im Grunde genommen eine sehr einfache Sache, sobald ich ein Minimum an Sympathie für die Person empfinde, das sollte bei vielen Fremden der Fall sein. Der Rest ist an sich nur menschlich, es steckt ja in uns neugierig zu sein und die Welt verstehen zu wollen. An den vielen guten Gesprächen fasziniert mich immer wieder, was für kluge Gedankengänge Menschen haben können, wie plötzlich leidenschaftlich argumentiert wird und dadurch etwas einzigartiges und vollkommen Neues entsteht. Eine Idee wird in dir geboren. Das ist pure Aktivität, kein Schein wie bei so vielen anderen Gesprächen oder Tätigkeiten. Man fühlt sich so lebendig und glücklich. Bei einem guten Buch ist es ähnlich, nur wird einem eine Geschichte erzählt, es ist ein Monolog. Doch bei näherer Betrachtung sollte klar sein, dass auch eine Art Dialog ensteht, da man sich interaktiv mit dem Thema auseinandersetzt, Argumente hinterfragt, selber denkt.
Was wäre ein Leben ohne gute Gespräche?
Sonntag, 10. Juli 2011
Die Motivation kommt als Erstes
Die letzte Wahrheit gibt es, je nach Betrachtungsweise, leider Gottes oder Gottseidank nicht. Dabei ist doch jeder auf der Suche danach, oder? Wie lebe ich ein gutes Leben? Was muss ich tun um glücklich zu werden? Was brauche ich wirklich?
Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass jede Tätigkeit und jegliches Aktivsein mit einer bewussten Motivation anfangen muss, damit es fruchtbar wird. Sagen wir mal, dass ihr eine neue Sprache lernen wollt. Womit fangt ihr an? Ich denke die Meisten würden sich ein Buch für Anfänger holen oder nach einem Sprachkurs suchen, vllt. kennt ihr sogar jemanden im Freundeskreis, der euch die Sprache beibringen kann. Die etwas Erfahreneren würden sich wahrscheinlich ein oder mehrere sehr gute einsprachige Wörterbücher zulegen. Das klingt alles nachvollziehbar, aber ist meiner Ansicht nach falsch. Was ihr als erstes tun müsst, ist euch bewusst mit der Motivation zu beschäftigen, weshalb ihr die Sprache lernen wollt und was ihr damit erreichen wollt. Wenn die Motivation sozusagen die "richtige" ist, kommt alles andere von allein. Die richtige Motivation heißt für mich zum Beispiel, dass ihr es macht, weil ihr es wollt, es Spaß macht und nicht weil ihr gezwungen werdet (Stichwort intrinsische und extrinsische Motivation). Ich kenne zu viele Leute, die mit einer Sache anfangen, ohne sich überhaupt Gedanken über die Motivation zu machen und dann sehr schnell wieder aufgeben. Dabei ist mir klar, dass nicht alles was man tun muss, Spaß macht, aber mir geht es viel mehr um das bewusste Beschäftigen mit der Motivation.
Wenn ich genau weiß, was ich will, dann brauche ich die Gleichung nur nach dieser Variable umzustellen und kann anfangen zu rechnen. Aber ich sehe so wenig "Lebensmathematiker" unter uns. Die meisten beschäftigen sich mit Banalitäten und wollen gar nicht wissen, was sie wirklich wollen. Das kann ich verstehen, denn zum einen ist Ehrlichkeit schwer, zum anderen spielt die Komponente Angst auch immer eine Rolle.
Was braucht ihr also wirklich? Wie viel Geld braucht ihr im Monat um glücklich zu sein? Ihr wisst es nicht? Vielleicht arbeitet ihr ja im Moment zu viel und könntet mehr Zeit auf der Wiese herumliegen? Ich sehe, wie ihr gerade komisch guckt und den Gedanken für so abwegig haltet. Braucht ihr wirklich das neue Auto, den neuen Fernseher, das neue Handy? Was denkt ihr, wie glücklich euch das machen wird? Wollt ihr es um anzugeben, den Status zu erhöhen? Seid doch mal absolut ehrlich zu euch selbst, was ist eure Motivation? Es geht nicht darum Schuldgefühle zu erzeugen oder sich zu schämen, es geht darum bewusster zu leben und seine Beweggründe zu verstehen um sich selbst besser kennenzulernen. Welche Einstellungen und Werte habt ihr? Handelt ihr dann auch wirklich in den wichtigen Situationen nach diesen? Wenn nein, warum nicht? Durch was definiert ihr euch, ist es Geld, Macht, Status, Famile und Freunde oder vielleicht Wissen? Was macht euch wirklich Spaß, was begeistert euch, was ist Leidenschaft für euch? So viele Fragen, die mir kaum einer beantworten kann, und so viele, die es gar nicht versuchen wollen :). Um ein bisschen Druck zu erzeugen, sag ich euch mal eine unangenehme Wahrheit: ihr werdet irgendwann sterben. Furchtbar, oder? Das Ende ist halt wichtig in allen Dingen :).
Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass jede Tätigkeit und jegliches Aktivsein mit einer bewussten Motivation anfangen muss, damit es fruchtbar wird. Sagen wir mal, dass ihr eine neue Sprache lernen wollt. Womit fangt ihr an? Ich denke die Meisten würden sich ein Buch für Anfänger holen oder nach einem Sprachkurs suchen, vllt. kennt ihr sogar jemanden im Freundeskreis, der euch die Sprache beibringen kann. Die etwas Erfahreneren würden sich wahrscheinlich ein oder mehrere sehr gute einsprachige Wörterbücher zulegen. Das klingt alles nachvollziehbar, aber ist meiner Ansicht nach falsch. Was ihr als erstes tun müsst, ist euch bewusst mit der Motivation zu beschäftigen, weshalb ihr die Sprache lernen wollt und was ihr damit erreichen wollt. Wenn die Motivation sozusagen die "richtige" ist, kommt alles andere von allein. Die richtige Motivation heißt für mich zum Beispiel, dass ihr es macht, weil ihr es wollt, es Spaß macht und nicht weil ihr gezwungen werdet (Stichwort intrinsische und extrinsische Motivation). Ich kenne zu viele Leute, die mit einer Sache anfangen, ohne sich überhaupt Gedanken über die Motivation zu machen und dann sehr schnell wieder aufgeben. Dabei ist mir klar, dass nicht alles was man tun muss, Spaß macht, aber mir geht es viel mehr um das bewusste Beschäftigen mit der Motivation.
Wenn ich genau weiß, was ich will, dann brauche ich die Gleichung nur nach dieser Variable umzustellen und kann anfangen zu rechnen. Aber ich sehe so wenig "Lebensmathematiker" unter uns. Die meisten beschäftigen sich mit Banalitäten und wollen gar nicht wissen, was sie wirklich wollen. Das kann ich verstehen, denn zum einen ist Ehrlichkeit schwer, zum anderen spielt die Komponente Angst auch immer eine Rolle.
Was braucht ihr also wirklich? Wie viel Geld braucht ihr im Monat um glücklich zu sein? Ihr wisst es nicht? Vielleicht arbeitet ihr ja im Moment zu viel und könntet mehr Zeit auf der Wiese herumliegen? Ich sehe, wie ihr gerade komisch guckt und den Gedanken für so abwegig haltet. Braucht ihr wirklich das neue Auto, den neuen Fernseher, das neue Handy? Was denkt ihr, wie glücklich euch das machen wird? Wollt ihr es um anzugeben, den Status zu erhöhen? Seid doch mal absolut ehrlich zu euch selbst, was ist eure Motivation? Es geht nicht darum Schuldgefühle zu erzeugen oder sich zu schämen, es geht darum bewusster zu leben und seine Beweggründe zu verstehen um sich selbst besser kennenzulernen. Welche Einstellungen und Werte habt ihr? Handelt ihr dann auch wirklich in den wichtigen Situationen nach diesen? Wenn nein, warum nicht? Durch was definiert ihr euch, ist es Geld, Macht, Status, Famile und Freunde oder vielleicht Wissen? Was macht euch wirklich Spaß, was begeistert euch, was ist Leidenschaft für euch? So viele Fragen, die mir kaum einer beantworten kann, und so viele, die es gar nicht versuchen wollen :). Um ein bisschen Druck zu erzeugen, sag ich euch mal eine unangenehme Wahrheit: ihr werdet irgendwann sterben. Furchtbar, oder? Das Ende ist halt wichtig in allen Dingen :).
Freitag, 8. Juli 2011
Stiefelschlaufen in der Statistik
Zum ersten mal habe ich das Wort "Bootstrapping" in einem Paper in meinem Neurokurs an der OU mit Prof. Wenger gelesen...für Fragen gabs Bonuspunkte, also zögerte ich nicht lange. Er erklärte, dass man dieses statistische Verfahren benutzt, wenn man nicht weiss wie die theoretische Verteilung einer Statistik aussieht...zum Beispiel wissen wir, dass die Körpergröße normalverteilt in der Bevölkerung ist (Glockenkurve, Gauß), aber bei sehr vielen anderen Variablen haben wir keine Ahnung wie diese verteilt sind. Da nehmen wir dann Bootstrapping und können die Verteilung schätzen. So weit so gut, aber wieso heißt dass denn Bootstrapping? In den letzten Monaten kam dann der Begriff immer häufiger auf. Geht's euch nicht auch so: so bald ihr eine neue Sache lernt, seht ihr sie einfach überall...
Irgendwann habe ich dann meine Faulheit überwunden und habe erst mal bei leo rausgefunden, dass Bootstrap=Stiefelschlaufe im Deutschen ist. Aha...wieso heißt dieses statistische Verfahren denn nur Stiefelschlaufe. Doch bald wurde ich fündig und alles hat auf ein mal Sinn ergeben.
Bei diesem Verfahren schätzen wir die Verteilung einer Statistik auf der Basis einer Stichprobe, die wir aus der Verteilung gezogen haben. Im groben konstruieren wir dann durch Ziehen mit zurücklegen aus dieser Stichprobe ganz viele andere und können so auf die theoretische Verteilung schließen. Wer es genauer wissen will: Wiki
Was genau hat das mit einer Stiefelschlaufe zu tun? Nuntja, es ist so ähnlich wie bei Baron Münchhausen...als dieser im Sumpf zu versinken droht und die geniale Idee hat sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf herauszuziehen. Eine andere Geschichte, auf die es dann wohl zurück geht und die sehr ähnlich ist enthält den folgenden Satz: "pull oneself over a fence by one's bootstraps", also sich an den Stiefelschlaufen über den Zaun ziehen.
Bootstrapping macht im Wesentlichen auch nichts anderes, nur der Witz ist: es funktioniert, es funktioniert sogar erstaunlich gut! Mehr Stiefelschlaufen für die Statistik!
Irgendwann habe ich dann meine Faulheit überwunden und habe erst mal bei leo rausgefunden, dass Bootstrap=Stiefelschlaufe im Deutschen ist. Aha...wieso heißt dieses statistische Verfahren denn nur Stiefelschlaufe. Doch bald wurde ich fündig und alles hat auf ein mal Sinn ergeben.
Bei diesem Verfahren schätzen wir die Verteilung einer Statistik auf der Basis einer Stichprobe, die wir aus der Verteilung gezogen haben. Im groben konstruieren wir dann durch Ziehen mit zurücklegen aus dieser Stichprobe ganz viele andere und können so auf die theoretische Verteilung schließen. Wer es genauer wissen will: Wiki
Bootstrapping macht im Wesentlichen auch nichts anderes, nur der Witz ist: es funktioniert, es funktioniert sogar erstaunlich gut! Mehr Stiefelschlaufen für die Statistik!
Donnerstag, 7. Juli 2011
Numerus Clausus aus ökonomischer Sicht
Die Idee ist ziemlich einleuchtend, aber fangen wir von vorne an: den Numerus Clausus gibt es für Studiengänge, die zulassungsbeschränkt sind, da es zu viele Bewerber für zu wenige Studienplätze gibt. Ein Beispiel: sagen wir mal für dieses Jahr gibt es an der Uni x den Studiengang Abfallentsorgung (kein Scherz) mit 30 freien Plätzen, sobald es zu viele Bewerber gibt, braucht man logischerweise ein Auswahlverfahren. Und da wird sehr oft einfach nur auf den Abischnitt geschaut.
Ederer und Schuller (1999) schlagen eine etwas andere Vorgehensweise vor: rentiert sich ein Studiengang wirtschaftlich gesehen, dann sollte man mehr Plätze zur Verfügung stellen, ist dies nicht der Fall, sollten Plätze gekürzt werden (bzw. eine Beschränkung eingeführt werden). Jetzt mag der eine oder andere sagen, dass es gar nicht geht die Rendite für ein Studium zu berechnen, doch genau das haben Ederer und Schuller gemacht. Sie vergleichen ähnliche Berufe mit unterschiedlichen Abschlüssen: z.B. ein Informatiker, der eine Ausbildung absolviert hat versus ein Informatiker der studiert hat. Wie viel verdienen sie im Schnitt, wie viel haben sie für die Ausbildung/Studium für welche Zeiträume ausgegeben, wie viel Steuern zahlen sie über die Jahre, die sie arbeiten? Natürlich gibt es auch hier Schätzfehler, mir geht es aber viel mehr um die Idee, die dahinter steht Studiengänge mit hohen Renditen sollten nicht zulassungsbeschränkt sein, hingegen wäre es abzuwägen, ob man nicht Studiengänge mit niedrigen Renditen beschränkt. Mehr Plätze für wirtschaftlich lohnenswerte Studiengänge!
Die Psychologie hatte übrigens eine Rendite von 2% (Ederer & Schuller, 1999), die mittlerweile deutlich höher sein sollte, da sich die Studiendauer stark verkürzt hat (1998 lag sie im Durchschnitt bei 15,4 Semestern, rein intuitiv würde ich vermuten, dass die Mehrheit es mittlerweile in 10 Semestern schafft, selbst wenn sie im Schnitt bei 12 Semestern liegt, steigt die Rendite erheblich).
Da ich nicht sonderlich stark auf Geld fixiert bin, will ich gerne eine eigene Idee einbringen: der ideelle Wert eines Studiums sollte nicht unberücksichtigt bleiben und definitiv mit einberechnet werden. Ich bin mir sicher, dass es Studiengänge gibt, die eine hohe Rendite haben, aber bei denen die Menschen im Beruf nicht wirklich glücklich werden, eine überdurchschnittlich hohe Chance haben Burnout zu bekommen und so weiter. Wenn wir also beide Faktoren berücksichtigen, kommen wir sicher zu besseren Ergebnissen. Eine Frage ist dann eben noch: sind Menschen mit dem Beruf nach dem Studium glücklicher oder mit einem vergleichbaren Beruf ohne Studium. Man kann sich leicht vorstellen, dass es viele Störvariablen gibt, aber die Idee ist zumindest da. Eventuell sollten auch weitere Faktoren berücksichtigt werden. Ein interessantes Thema ist es auf jeden Fall für die positive Psychologie und die Wirtschaft.
Quellen:
Ederer & Schuler (1999). Geschäftsbericht Deutschland. Schäffer-Poeschel Verlag.
Mittwoch, 6. Juli 2011
Einleitung

Ein Mem ist eine Idee, ein Verhalten oder ein Stil, der von Person zu Person in einer Kultur übertragen wird. (Wikipedia, 2011). Simple Beispiele für Meme wären Bücher oder Lieder, die sich durch Kommunikation ausbreiten und die dadurch fast jeder kennt. Die Analogie zu den Genen in der Biologie ist offensichtlich: die guten Meme (Ideen, Gedanken) setzen sich durch, die schlechten sterben aus. Oder kennt ihr etwa nicht das Märchen von Hänsel und Gretel oder könntet ihr nicht die Lieder von den Beatles mitsingen?
Trotz aller Kritik dieser Theorie, beschreibt dieses Kunstwort in Ironie die Idee selbst und was ich will ist der Welt die Meme geben, die mich selbst bewegen.
Doch meine Meme sind keinsweg neu...
"Alles Gescheite ist schon gedacht worden. Man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken." (Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre - Band 2, 1821)
Die Welt seid ihr. Los geht's!
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