Freihändig - so fühlt es sich eben an, ist aber genau das Gegenteil - voll beidhändig. Worum es geht? Grundbedürfnis Surfen. Wie schon in einem älteren Post deutlich wird, habe ich eine Leidenschaft dafür entwickelt bequemer und effizienter mit dem Computer zu arbeiten. Neben einer flexiblen Kommandozeile (slickrun) und einer Desktopsuche (z.B. google), habe ich jetzt einen weiteren Optimierungsgiganten gefunden: Vimium für firefox und auch chrome. Surfen ohne Maus - zunächst ungewohnt, aber dann ganz schnell deutlich schneller.
chrome: http://vimium.github.com/
firefox: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/vimium/
Runderladen, installieren und dann ausprobieren. Es verlangt ein bisschen Mühe sich von den automatisierten Abläufen mit der Maus zu verabschieden, aber ihr werdet es lieben!
die wichtigsten shortcuts:
? - gibt eine Übersicht über alle Shortcuts (in Englisch)
f - öffnen eines Links im gleichen Tab (es erscheinen Kürzel, die man tippen muss)
F - öffnen eines Links in neuem Tab
gi - Fokus auf erste Textbox (so nützlich, wie ging es vorher eigentlich ohne?)
j - runterscrollen
k - raufscrollen
u - eine Seite runterscrollen
d - eine Seite hochscrollen
x - tab schließen
X - geschlossenen tab wieder öffnen (sehr praktisch!)
t - neuer tab
r - Seite neu laden
...
auch alles frei konfigurierbar, was mir auch sinnvoll erscheint, da sich amerikanische und deutsche Tastatur doch unterscheiden.
Wenn ihr es eine Stunde durchgängig nutzt, werdet ihr euch von der Maus verabschieden...
Montag, 9. April 2012
Dienstag, 3. April 2012
Zwischenstand Schlaf
Teilziel erreicht. Immerhin von im Schnitt (gefühlten) 01:00 übliche Uhrzeit um abends ins Bett zu gehen auf (gefühlte) 22:30 reduziert. Und auch die Quantität selbst ist gesunken, auf ca. 8,5h Schlaf pro Tag. Die subjektive Qualität des Schlafes ist auch etwas besser geworden.
Objektiv sieht das Ganze dann auch noch mal etwas anders aus (Abbildung 1). Denn da gehe ich doch erst 23:14 ins Bett :) (also um 45min verschätzt). Man sieht aber auch, dass die Varianz recht groß ist.Von Regelmäßigkeit kann man noch nicht wirklich sprechen (siehe Tipps im vorherigen Post). Immerhin gibt es zum Teil Unterschiede von bis zu 2h von Tag zu Tag. Subjektiv empfindet man das nicht so.
Bei der Aufstehzeit (Abbildung 2) gab es irgendwie an Tag 7 einen Einbruch :), aber ich kann mich nicht erinnern was da passiert ist. Insgesamt auch hier zum Teil recht große Unterschiede.
Die anderen Werte sind leider kaum auswertbar. Es gab keine einzige Veränderung im PSQI (siehe vorherigen Post) die über einen Differenzpunkt hinausging. Allgemein wird es mal besser, mal schlechter.
Die Tagesmessungen geben auch nicht viel mehr her. Sehr chaotisch und kein erkennbares Muster. Aber die Anzahl der Messungen ist wohl auch zu gering.
Allgemein ist der Einsatz des Schlaftagebuches meiner Meinung nach etwas umständlich und unbequem. Außerdem müssen die Daten dann erst abgetippt werden um sie auszuwerten. Was logisch ist, aber z.B. mit einem Schlafphasenwecker viel bequemer geht. Den habe ich leider nicht durchgängig nutzen können, will mich aber nun exklusiv darauf fokussieren. Der große Vorteil neben dem effektiven Wecken in einer nicht-Tiefschlafphase, ist die einfache und schnelle Übertragung der Daten auf den Rechner.
Einen kleinen Vorgeschmack gibt Abbildung 3:
Das sind meine bisherigen Daten ab Dezember 2011. Ich habe die Zubettgehzeit umgewandelt, sodass 0 = 0 Uhr entspricht und alles was drunter und drüber ist, sind die Minutenabstände von 0 Uhr.
Was man nicht sofort sieht sind die ganzen Lücken, es fehlen viele Tage, weshalb die extremen Sprünge auch so raus stechen.
Daneben gibt es noch einige weitere spannende Sachen, die man sich anschauen kann. Der Schlafphasenwecker zeichnet die Bewegungen im Schlaf auf, d.h. man hat dann die genauen Zeitpunkte der Bewegungen. Daraus lässt sich dann z.B. der durchschnittliche Abstand zwischen den Wachzeitpunkten berechnen. Dieser Wert lässt sich als Indikator für die Schlafqualität benutzen.
Das könnte zum Beispiel in einem Histogramm so aussehen:
Anzahl der Bewegungen (oder Bewegungsphasen) in 10min-Intervallen ab 23 Uhr bis 7:20, was die letzte Bewegung darstellt, da 7:20 ins Weckfenster (7:00-7:30, 30min) fällt. Wie man leicht erkennen kann gibt es hier nur kurze Phasen ohne Bewegung, dies kommt wohl auch dadurch zustande, dass es Mikrobewegungen auch im Tiefschlaf gibt.
Meiner Meinung nach eine sehr gute Möglichkeit seine Schlafqualität zu überprüfen. Natürlich ist auch hier eine einzige Messung (Punktmessung) nicht sinnvoll, aber die Daten lassen sich schnell sammeln.
Mal schauen wie sich das ganze entwickelt. Ich werde jetzt auch regelmäßig progressive Muskelrelaxation vor dem Schlafengehen betreiben. Das muss man dann natürlich auch dokumentieren, genauso wie andere Faktoren (Schlaftagebuch als Anregung oder Ergänzung).
Das Ganze ist natürlich die Reinform der Individualpsychologie. Ich kann also testen, was für mich von den ganzen Hinweisen funktioniert und was nicht. Somit lässt sich das auf andere nicht übertragen, aber das Vorgehen an sich natürlich schon. Bewaffnet euch also (zunächst) mit Zettel und Stift und erkundet euren Schlaf. Immerhin verbringen wir damit einen Großteil unseres Lebens. Ich bleibe jedenfalls gespannt :)
| Abbildung 1: Bettgehzeit im Verlauf von 14 Tagen |
| Abbildung 2: Aufstehzeit im Verlauf von 14 Tagen |
Die anderen Werte sind leider kaum auswertbar. Es gab keine einzige Veränderung im PSQI (siehe vorherigen Post) die über einen Differenzpunkt hinausging. Allgemein wird es mal besser, mal schlechter.
Die Tagesmessungen geben auch nicht viel mehr her. Sehr chaotisch und kein erkennbares Muster. Aber die Anzahl der Messungen ist wohl auch zu gering.
Allgemein ist der Einsatz des Schlaftagebuches meiner Meinung nach etwas umständlich und unbequem. Außerdem müssen die Daten dann erst abgetippt werden um sie auszuwerten. Was logisch ist, aber z.B. mit einem Schlafphasenwecker viel bequemer geht. Den habe ich leider nicht durchgängig nutzen können, will mich aber nun exklusiv darauf fokussieren. Der große Vorteil neben dem effektiven Wecken in einer nicht-Tiefschlafphase, ist die einfache und schnelle Übertragung der Daten auf den Rechner.
Einen kleinen Vorgeschmack gibt Abbildung 3:
| Minuten über oder unter 0 Uhr im Verlauf |
Was man nicht sofort sieht sind die ganzen Lücken, es fehlen viele Tage, weshalb die extremen Sprünge auch so raus stechen.
Daneben gibt es noch einige weitere spannende Sachen, die man sich anschauen kann. Der Schlafphasenwecker zeichnet die Bewegungen im Schlaf auf, d.h. man hat dann die genauen Zeitpunkte der Bewegungen. Daraus lässt sich dann z.B. der durchschnittliche Abstand zwischen den Wachzeitpunkten berechnen. Dieser Wert lässt sich als Indikator für die Schlafqualität benutzen.
Das könnte zum Beispiel in einem Histogramm so aussehen:
| Histogramm: Anzahl Bewegungen in Abhängigkeit von Uhrzeit (in 10min-Intervallen) |
Meiner Meinung nach eine sehr gute Möglichkeit seine Schlafqualität zu überprüfen. Natürlich ist auch hier eine einzige Messung (Punktmessung) nicht sinnvoll, aber die Daten lassen sich schnell sammeln.
Mal schauen wie sich das ganze entwickelt. Ich werde jetzt auch regelmäßig progressive Muskelrelaxation vor dem Schlafengehen betreiben. Das muss man dann natürlich auch dokumentieren, genauso wie andere Faktoren (Schlaftagebuch als Anregung oder Ergänzung).
Das Ganze ist natürlich die Reinform der Individualpsychologie. Ich kann also testen, was für mich von den ganzen Hinweisen funktioniert und was nicht. Somit lässt sich das auf andere nicht übertragen, aber das Vorgehen an sich natürlich schon. Bewaffnet euch also (zunächst) mit Zettel und Stift und erkundet euren Schlaf. Immerhin verbringen wir damit einen Großteil unseres Lebens. Ich bleibe jedenfalls gespannt :)
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