Wie wäre es mit "Arbeite so viel, dass du dir das leisten kannst, was du wirklich brauchst". So viele Unbekannte...z.B. was brauche ich wirklich und wie viel muss ich dafür arbeiten?
Jedes Finanzmanagement fängt mit einer Vermögensübersicht an. Wie viel habe ich, wie viel verdiene ich (ich weiss schon, ihr verdient viel mehr als ihr bekommt), wie viel gebe ich aus? Und vor allem wofür!
Wenn ihr das wisst, dann wisst ihr mehr als die meisten anderen und ihr wisst vor allem auch etwas über euch selbst.
Schon komisch, wenn ein Minimalist was über Geld schreibt. Wie schon oft gesagt sind materielle Bedürfnisse natürlich. Es ist nur allzu menschlich. Leider ist es auch zu menschlich die "Es ist genug"-Grenze zu übersehen.
Ich finde es erleichternd zu wissen, wie viel Geld ich brauche um ein gutes Leben zu leben. Wenn ich sehe für welche Dinge ich wie viel ausgebe, lerne ich etwas über mich. Ich kann überlegen, ob mein Konsum mit meinen Werten übereinstimmt. Habt ihr euch nie gefragt wohin euer Geld fließt? Wie viele Stunden ihr gearbeitet habt um euch etwas zu kaufen? Und ob das Gekaufte im Verhältnis zu den Arbeitsstunden angemessen viel Glück und Zufriedenheit bringt? Hättet ihr die Sache gekauft, wenn ihr nicht arbeiten gehen müsstet?
"Aber ich lebe lieber einfach so ohne mir Gedanken darüber zu machen", höre ich häufig als Antwort. Das klingt zunächst auch recht einleuchtend, jedoch frage ich mich dann: ist eure begrenzte Zeit auf der Welt nicht ein bisschen zu wertvoll dafür, dass ihr sie ziellos damit verbringt Geld anzuhäufen und es auszugeben? Und das werfe ich euch jetzt doch mal vor, wenn ihr nicht Buch führt.
Eure Zeit ist kostbar, nutzt sie weise. Dabei kann es auch sinnvoll sein darüber nachzudenken, wie viel so ein freier Tag wert ist, an dem man faul in der Wiese rumliegt, ein Buch liest, Musik hört und Zeit mit Freunden verbringt.
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